Fläche
160 Quadratkilometer, davon 1/3 Siedlungsgebiet und 2/3 Gebirge
Einwohner
33.863, davon rund 34 Prozent Ausländer, hauptsächlich Schweizer, Österreicher und Deutsche.
Sprache
Amtssprache ist Hochdeutsch, Umgangssprache ein alemannischer Dialekt.
Religion
80,4 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch, etwa 7 Prozent protestantisch und 12,5 Prozent andere.
Unabhängigkeit
Seit 1806. Aufnahme Liechtensteins in den Rheinbund durch Napoleon.
Staats- und Regierungsform
Konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage. Die Staatsgewalt ist im Fürsten und im Volk verankert. Das Volk wählt alle 4 Jahre die 25 Abgeordneten des Landtages (Parlament). Dieser schlägt dem Fürsten die Mitglieder der Regierung zur Ernennung vor. Ein vom Parlament beschlossenes Gesetz bedarf zur Gültigkeit der Unterschrift des Fürsten.
Staatsoberhaupt
Seit 13. November 1989 ist Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein (geb. 14. Februar 1945) Staatsoberhaupt. Bereits am 26. August 1984 hat ihn sein Vater, Fürst Franz-Josef II., zum Stellvertreter ernannt und mit der Ausübung der Regierungsgeschäfte betraut.
Regierung
Die Regierung besteht aus 5 Mitgliedern, Regierungschef Otmar Hasler und 4 Regierungsmitglieder (Rita Kieber-Beck, Hansjörg Frick, Dr. Alois Ospelt, Dr. Ernst Walch)
Landtag
Bei der Wahl im Februar 2001 errangen die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) dreizehn, die Vaterländische Union (VU) elf und die Freie Liste (FL) 1 Sitze.
Parteien
Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP), die Vaterländische Union (VU) und die Freie Liste (FL).
Wahlrecht
Die Stimmberechtigung beginnt mit dem vollendeten 18. Lebensjahr. Seit dem 1. Juli 1984 sind auch die Frauen stimm- und wahlberechtigt. Den heute rund 16.500 Stimmbürgern steht das Recht zu, gegen Beschlüsse des Landtages das Referendum zu ergreifen oder Verfassungs- und Gesetzesinitiativen einzureichen.
Abkommen und Mitgliedschaften
Liechtenstein ist über 50 multilateralen Abkommen beigetreten:
seit 1923 Zollvertrag mit der Schweiz
seit 1959 assoziiertes Mitglied der EFTA
seit 1978 Mitglied des Europarates
seit 1990 Mitglied der Vereinten Nationen
seit 1991 Vollmitglied der EFTA
seit 1994 Mitglied der OSZE
seit 1995 EWR-Mitgliedschaft
Gemeinden
Elf Gemeinden mit grosser kommunaler Selbständigkeit: Vaduz, Schaan, Balzers, Triesen, Eschen, Mauren, Triesenberg, Ruggell, Gamprin, Schellenberg, Planken.
Wirtschaft
Bruttoinlandsprodukt: 3,5 Milliarden Schweizer Franken
Arbeitslosenquote: 1,4 Prozent
Arbeitsplätze: 28.814, davon entfallen 1,3 Prozent auf Land- und Forstwirtschaft, 53,4 Prozent auf Dienstleistungen und 44,8 Prozent auf Industrie und Gewerbe.
Hauptexportmärkte: Europa, USA und der Ferne Osten
Geschichte
Seit der Jungsteinzeit besiedelt. 15 v. Chr. durch die Römer unterworfen, die im fünften Jahrhundert von den Alemannen zurückgedrängt wurden. Im Mittelalter wird Liechtenstein von verschiedenen Grafengeschlechtern regiert. 1396 erhält die damalige Grafschaft Vaduz die Reichsunmittelbarkeit. 1699 kauft Johann Adam Andreas von Liechtenstein die Herrschaft Schellenberg und 1712 die Grafschaft Vaduz. 1719 werden die Gebiete zum Reichsfürstentum Liechtenstein erhoben. Mit dem Untergang des Heiligen Römischen Reichs und der anschließenden Aufnahme in den Rheinbund (1806) wird Liechtenstein ein souveräner Staat.1862 unterzeichnet Fürst Johannes II. eine konstitutionelle Verfassung, die einen durch Wahlmänner gewählten Landtag vorsieht. 1921 wurde - ebenfalls von Johannes II. - die bis heute in ihren wesentlichen Elementen geltende Verfassung unterzeichnet, die dem Volk die direkte Demokratie brachte. Im Jahr 2003 wurde diese Verfassung an die Anforderungen eines modernen Staatswesens angepasst.